April-News

Ein neuer Name für unsere neue Grundschule

Unser Wunsch nach einem neuen Schulnamen spricht nicht gegen den bisherigen Namensgeber, der sich zweifellos um Oststeinbek sehr verdient gemacht hat. Aber nun wird eine neue Schule für die kommenden Jahrzehnte errichtet und für diese suchen wir bewusst einen neuen Namen, der keine Persönlichkeit sondern unseren Ort in den Mittelpunkt stellt. Um diesen Namen zu finden, ist für uns die Bürgerbeteiligung weiterhin essenziell. Eine Ideensammlung, mit wenigen Dutzend Teilnehmenden wie geschehen, kann diese nicht ersetzen – wir hoffen, dass sich darüber bald eine sachlichere Diskussion entwickelt und ein Konsens aller Fraktionen gefunden wird.

Keine Querspange Havighorst! In Ortsbeirat und Bauausschuss ist gerade mit den Stimmen von CDU und OWG – und gegen die SPD-Stimmen – beschlossen worden, dass die Prüfungen und Vorplanungen für eine neue Straße quer durch Havighorst fortgeführt werden. Diese neue Straße soll vom Steinbeker Grenzdamm geradeaus über mehrere Grundstücke hinweg zur Dorfstraße (schräg gegenüber der Einmündung der Ziegeleistraße) führen und die jetzige S-Kurve der Dorfstraße für den Verkehr von und nach Mümmelmannsberg ersetzen – dann müsste diese Querspange zweispurig sein. Oder sie wird nur einspurig angelegt, als Einbahnstraße Richtung Mümmelmannsberg, und die S-Kurve würde zur Einbahnstraße Richtung Boberg werden. Ziel dieser Querspange soll sein, den LKW-Begegnungsverkehr zu erleichtern; seit langem ist es bekanntlich so, dass die HVV-Busse und andere große Fahrzeuge in der Kurve im Übergang vom Steinbeker Grenzdamm zur Dorfstraße so viel Platz benötigen, dass der LKW-Gegenverkehr kurz anhalten muss.

Wir halten diese Querspange Havighorst für so eindeutig überflüssig und auch schädlich, dass wir für einen sofortigen Stopp der Prüfungen und Vorplanungen eintreten. Unsere Gründe dafür:

– Weitere Zerschneidung von Havighorst: Die Querspange führt unmittelbar an mehreren Gebäuden vorbei. Etliche Grundstücke hätten durch Querspange und Dorfstraße von zwei Seiten Lärm- und Feinstaub-Immissionen zu ertragen.

Zusätzlicher Verkehr: Die Querspange soll das Durchfahren von Havighorst für LKW und Sattelzüge erleichtern und steigert damit die Attraktivität der Ortsdurchfahrt für den LKW-Durchgangsverkehr von und nach Hamburg.

Probleme werden nur verschoben: Wie die Planskizzen des beauftragten Ingenieurbüros zeigen, müssten an der geplanten Einmündung der Querspange in die Dorfstraße (schräg gegenüber der Ziegeleistraße) LKW und Busse so weit ausholen, dass der Gegenverkehr dann an dieser Stelle warten müsste.

Keine Entlastung vom Verkehrslärm: Die Querspange ist ausdrücklich nicht dafür vorgesehen, die Havighorster vom Verkehrslärm zu entlasten, wie im OEK (Ortsteilentwicklungskonzept Havighorst) gefordert wurde. Sondern sie soll in der S-Kurve der Dorfstraße lediglich die „Verkehrssituation verbessern“.

Zusätzliche Versiegelung von landwirtschaftlichen und Garten-Flächen – in einer Zeit, in der wir eigentlich die Notwendigkeit von Entsiegelung erkannt haben.

Keine Taktverdichtung der HVV-Busse: Laut HVV ist eine Taktverdichtung der Buslinie durch Havighorst vom Ausbau des Steinbeker Grenzdamms im Zuge der Erweiterung der Siedlung Mümmelmannsberg abhängig – und nicht von der „Entschärfung“ der S-Kurve.

– Statt eines Straßen-Neubaus ist gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr gefragt: Auf wenigen Metern können hier tatsächlich Busse und große Fahrzeuge nicht aneinander vorbeifahren; einer von beiden muss einen Moment warten, damit der entgegenkommende Bus oder LKW für die Kurve ausholen kann. Aber: Solche Stellen, an denen der Bus die Gegenfahrbahn kurzzeitig benutzen muss, gibt es überall, in praktisch jeder Einmündung. Alleine in Havighorst muss der HVV-Bus regelmäßig an 6 Abbiegestellen über die Gegenfahrbahn ausholen und der Gegenverkehr incl. PKW und RadfahrerInnen hat dann kurz zu warten. Dasselbe gilt an vielen Stellen übrigens auch für die Begegnungen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder mit LKW und wird offensichtlich als selbstverständlich anerkannt – jedenfalls weist die Verkehrsbehörde keine dieser Stellen in Havighorst als Unfallschwerpunkt aus. In der S-Kurve der Dorfstraße ist also gegenseitige Rücksichtnahme gefragt, nicht eine neue Straße durch die Hintergärten der Häuser an der Dorfstraße.

Fazit: Es gibt aus unserer Sicht keinen Nutzen für Havighorst oder ganz Oststeinbek durch eine Querspange in Havighorst. Deshalb sollten die Vorplanungen dafür sofort eingestellt werden.

Wenn schon die Fahrt durch die S-Kurve erleichtert werden soll, dann würde bereits eine Aufweitung des nördlichen Teils der S-Kurve nach außen (mit Versetzung der Bordsteine) genügen; auf dieser äußeren Kurvenseite gibt es keinen Fußweg, es ist Platz vorhanden und die Flächen gehören bereits der Gemeinde. Vor etlichen Jahren, also vor dem Einbau der Bordsteine auf dieser Seite, wurde der Randstreifen bereits zum Ausholen gelegentlich genutzt, das ist jetzt natürlich wegen der Bordsteine nicht mehr möglich. Vorschlag: Schauen Sie sich diese Stelle einmal an – und stellen Sie sich die dort beginnende angedachte Querspange vor. Und bilden Sie sich dann selbst eine Meinung!

Kommunalwahl am 14.5.23: Auch dieses Jahr können wir wieder ein fachlich hochqualifiziertes Team vorstellen, in dem Frauen und Männer sowie alle Altersklassen gut vertreten sind:

WK1: Jana Dohse / Thomas Mielcarek

WK2: Kai Riebesel / Matthias Prall

WK3: Funda Gür / Björn Zimmermann

WK4: Sabine Huss-Reichelt / Philipp Stendel

WK5: Lara Gruwe / Günter Weigt