Wohnen in Oststeinbek

Die Herausforderung

  • Menschen leben immer länger. Dadurch bleiben Häuser länger bewohnt. Mehr Menschen brauchen barrierefreie Wohnungen und Pflegeangebote. Mehr Menschen können ihre Treppen nicht mehr steigen oder sind von Haus und Garten überfordert. Senioren leben zunehmend allein. In Oststeinbek gibt es bereits heute fast keine passenden Wohnungen für alte Menschen, es gibt überwiegend Einfamilienhäuser im Ort. Senioren, die 40 Jahre ihres Lebens in Oststeinbek und Havighorst verbracht haben, müssen im Alter nach Glinde oder Hamburg Nachweislich werden viele kleine Wohnungen für Alleinstehende gebraucht.
  • Alle wollen in die Metropolregion. Viele Menschen wollen in Oststeinbek wohnen. Wohnungen und Häuser, insbesondere für junge Menschen, sind knapp. Darum steigen die Mieten und die Immobilienpreise explodieren. Viele junge Leute müssen Oststeinbek und Havighorst darum verlassen und ziehen nach Glinde oder Hamburg. Die Zahl der jungen Frauen in Oststeinbek ist deutlich gesunken. Nach aktuellen Gutachten wird die Zahl der Kinder im Ort daher immer weiter zurückgehen, wenn nicht gehandelt wird.
  • Viele Oststeinbekerinnen und Oststeinbeker sind nicht wohlhabend. Es gibt einen wachsenden Bedarf für bezahlbare Wohnungen, der nicht ansatzweise gedeckt werden kann. Auf der Warteliste für öffentlich geförderte Wohnungen stehen derzeit ca. 150 Personen.
  • Wie sich der Ort in den nächsten 30 Jahren entwickelt, weiß niemand genau. Aber um Entwicklungen steuern zu können, sind vorbereitende Planungen und Entwicklungspotenziale für Wohngebiete im Flächennutzungsplan nötig.

 

Unsere Lösung für die Zukunft

  • Ein gutes Miteinander von Alt und Jung ist die Zukunft unseres Ortes! Senioren sind eine Bereicherung für den Ort – sie dürfen nicht in gesonderte Seniorenquartiere oder Nachbarorte abgeschoben werden. Jung und Alt leben gerne gemeinsam in Oststeinbek. Es gibt künftig ausreichend geeignete Wohnungen für alte und junge Menschen, insbesondere auch kleine Wohnungen für Alleinlebende. Familien und Singles jeden Alters können in Oststeinbek leben. Wer seinen Garten oder das Treppensteigen nicht mehr schafft, findet passende Wohnangebote im Ort.
  • Wohnquartiersnahe Unterstützungs- und Pflege-Angebote für ältere Menschen sind vorhanden. Zum Beispiel nach dem Bielefelder Modell (selbstbestimmtes Wohnen mit Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale).
  • Spezielle bezahlbare Angebote für die Mobilität älterer Menschen stehen zur Verfügung (z.B. Fahrdienste oder ein Bürgerbus in Kooperation mit der Gemeinde).
  • Die Gemeindeverwaltung bietet weiterhin bürgernahen Service vor Ort.
  • Es gibt bezahlbare (öffentlich geförderte) Wohnungen für alle Altersgruppen – auch für junge Leute! Diese werden ordentlich und attraktiv konzipiert und gebaut, so dass gut gemischte Quartiere entstehen, die zur Bebauungsstruktur Oststeinbeks passen (natürlich keine Hochhäuser). Dass dies entgegen der irreführenden Aussagen anderer Fraktionen möglich ist, beweist die Wohnungswirtschaft in umliegenden Kommunen und auch in Oststeinbek (zwei Objekte werden gerade realisiert). Millionen Euro Fördermittel des Landes stehen bereit. Auch eigene Flächen kann die Gemeinde dafür bereitstellen, z.B. an der Brückenstraße und am Langstücken, wo eine leere Lagerhalle auf sinnvolle Nutzung wartet. Wir werden auf einen schnellstmöglichen Abriss der Lagerhalle am Langstücken hinwirken und den Bau von Wohnungen anschieben, die zum Ortsbild passen.
  • Oststeinbek schafft die Möglichkeit, in überschaubarem Maße Wohnraum zu bauen und wächst organisch. Wir stellen uns den schrittweisen Bau von etwa 40 Wohnungen pro Jahr vor, das wären bis 2030 insgesamt 470 Wohnungen (in Oststeinbek und Havighorst zusammen). Das entspricht dem nachgewiesenen Bedarf. Hierbei soll es sich zur Hälfte um kleine Wohnungen für Alleinlebende handeln, so dass die Grenze von 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern nicht überschritten wird. Oststeinbek soll keine Stadt werden.
  • Auch in Havighorst werden Wohnungen für Senioren und junge Menschen Wir wollen hier bis zu 50 Mietwohnungen im Zeitraum bis 2030 schaffen. Dafür bieten sich u.a. sehr gut die jetzigen Flächen des Bauhofes und der Feuerwehr an.
  • Wenn die Senioren-Wohngebiete Willinghusener Weg und Brückenstraße nach einer Vermarktungszeit von 6 Monaten nicht ausgelastet sein sollten, fordern wir eine Öffnung auch für junge Menschen, um einen guten Generationenmix zu bekommen.
  • Sofern ein Teil des alten Schulgeländes nach dem Neubau nicht mehr für die Schule benötigt wird, wollen wir dort den Bau von zur Umgebung passenden Wohnhäusern ermöglichen.
  • Innenverdichtung ist keine Patentlösung. Die Bebauung von Gärten und innerörtlichen Grünflächen oder Abriss von Häusern und Errichtung höherer und breiterer Häuser an der gleichen Stelle verändern das Ortsbild stark und lassen Gärten schrumpfen. Das bemerken zahlreiche Bürgerinnen und Bürger derzeit in ihrer Nachbarschaft. Außerdem entstehen auf den Flächen ehemaliger Einfamilienhäuser fast nie kleinere seniorengerechte Wohnungen oder bezahlbare Wohnungen für junge Leute – Innenverdichtung löst also nicht den akuten Bedarf im Ort. Innenverdichtung wird deshalb nur dort vorsichtig vorangetrieben, wo sie Sinn macht.
  • Die zum Teil verwilderte Fläche zwischen Möllner Landstraße (gegenüber dem Rathaus) und Postweg wollen wir gemeinsam mit den Eigentümern zu einem nachbarschaftsverträglichen Wohngebiet entwickeln. Das bedeutet für uns insbesondere, dass im nördlichen Bereich am Postweg niedrig und ohne Verschattung der umliegenden Reihenhäuser gebaut wird. Die Bebauung zur Möllner Landstraße hin muss attraktiv und passend zum umliegenden Straßenbild erfolgen.
  • Im Flächennutzungsplan, der für die nächsten Jahrzehnte grob vorhält, welche Flächen im Ort wofür genutzt werden können, muss es Entwicklungsflächen für Wohnungsbau Diese werden selbstverständlich nicht sofort bebaut und auch nicht mit „Hochhäusern“. Insbesondere die am besten für Wohnungsbau geeignete Fläche am Breedenweg wollen wir wieder in den Flächennutzungsplan aufnehmen.